Purismus in Rot: Das Erbe der Pitts S1 zu Gast in Gelnhausen
Der Himmel über Gelnhausen verwandelt sich im Juli 2026 in einen Schauplatz für Motorkunstflug. Mittendrin fliegt ein bekannter, knallroter Doppeldecker: die Pitts S1. Showpilot Patric Leis bringt die geschichtsträchtige Maschine zur 52. Flugplatzkerb und zeigt dort sein fliegerisches Können.

Ein Sportwagen der Lüfte
Die Entwicklung der Pitts Special begann in den 1940er-Jahren. Unter Kunstflugpiloten gilt dieser kleine, wendige Doppeldecker als Meilenstein, da die Konstruktion ganz auf schnelle Richtungswechsel abzielt. Patric Leis, der Vorsitzende des Aero-Club Pirmasens, pflegt diese Maschine sorgsam. Er baute den Rumpf aus geschweißtem Stahlrohr und die hölzernen Tragflächen in mühsamer Kleinarbeit detailgetreu auf, um den Flugapparat in diesem betriebsbereiten Zustand zu präsentieren.

Die Kunst des klassischen Kunstflugs
Besucher der Flugplatzkerb erleben kein einfaches Vorbeifliegen, sondern Flugmanöver an den Grenzen der Aerodynamik. Patric Leis steuert seine Pitts mit Kraft sowie Genauigkeit, was hohe körperliche Fitness erfordert. Bei Figuren wie gerissenen Rollen, Loopings, dem „Poptop“ oder dem „Lomcovák“ dreht sich der rote Doppeldecker rasant um seine Achsen.
Hierbei zählt nicht die reine Geschwindigkeit, sondern das Ausnutzen aller Dimensionen in der Luft. Die rote Lackierung glänzt in der Sonne, während der Boxermotor lautstark dröhnt und ein Motiv für Fotografen vor den Hügeln des Kinzigtals bietet.

Erlebe die Pitts hautnah
Außerhalb der Flugvorführungen steht die Maschine am Boden zur Betrachtung bereit.